Talking about pattern

G. Lierschof fragt in seinem Luhmannschwartzhefte.blog vom 6. Juli 2022 „Sind Chamäleon, Alraune, Stubenfliege und Adlerfarn Künstler?“ Man möchte ihm aus vollem Herzen antworten „Ja, Künstler alle!“ denn alles ist Kunst, ein jeder Künstler, ein jeder Schmied, verwandelt sich, wünscht sich in jedwede Form, jedweden Traum. Sternenstaub alles, ein Wiederhall des Big Bang im gespiegelten Metaversum ausgespien von einer weißen Quelle, aufgesogen von einer schwarzen Senke. Da glimmt sie auf, die Kunst als Schöpferin des Lebens, fantastischer Welten um sogleich zu vergehen, in Unendlichkeit.

Rot und Blau, 2021

Natur ist Natur. Kunst ist Kunst. Abbildung ist Abbildung. Das können wir kategorisieren, ordnen, auszählen. Bis zur Unverständlichkeit und noch viel weiter. Durchnummerieren, chiffrieren. Das geht.

Das Ornament ist eine Verzierung. Es kann raumfüllend sein, reduziert auf das Wesentliche, gesteigert zum Unfassbaren, zum Unbegreiflichen, sich jedweder Abbildung entziehend.

Die Abbildung kann aus Ornamenten bestehen, deren Reduktion wird zur Hyroglyphe. Form. Symbol.

Graphic Novel, 2021

Ableitung einer anderen Form. Verkürzt. Chiffriert. Transformiert ins Metaphysische. Nur Wissen und Glauben enthalten Deutung. Entnommen und an anderer Stelle eingefügt. Geschichten erzählend.

Dann erneut aufgegriffen, einen neuen Zusammenhang schaffend, Deutungen anbietend. Vorahnungen der realen Entwicklung des Momentums.

Fuck Peace, 2021

„Fuck Peace“, als Prequel der Auflösung der Ornamente in ihre Grundbestandteile. Die Schöpfung reduziert auf Akt und Werk.

Der Künstler als Stümper, sich ständig exkulpierend, ständig scheiternd, immer der eigenen Unvollkommenheit bewusst.

Wo bist du? 2021, Acryl, 140×100 cm

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