Eine Annäherung an die Bilder in der Pfarrkirche St. Peter zu Spellen (2007)

Das Bild in der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Spellen „Schöpfung“ zeigt eine moderne, farbintensive Interpretation der biblischen Schöpfung oder der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen.

Im Zentrum des Gemäldes steht eine zentrale Gestalt mit ausgebreiteten Armen oder einer segnenden Haltung. Sie erinnert symbolisch an Christus als Schöpfer oder Mittler der Schöpfung. Um ihn herum sind mehrere Menschen in unterschiedlicher Kleidung dargestellt, die in verschiedene Richtungen blicken. Diese Figuren repräsentieren die Menschheit in ihrer Vielfalt, als Teil der göttlichen Schöpfung.

Die Farbgebung in kräftigen, teilweise kontrastierenden Tönen von Grün, Blau, Rosa und Gelb betont das Lebendige und Vielgestaltige der Schöpfung. Der goldene Hintergrund symbolisiert dabei oft das Göttliche oder das Licht Gottes.

Die Komposition vermittelt, dass der Mensch nicht getrennt, sondern in Beziehung zu Gott und zur Schöpfung steht jeder Blick, jede Haltung scheint auf eine innere oder spirituelle Verbundenheit zu verweisen.

Zentrales Motiv: Christus als Schöpfer und Mittelpunkt der Schöpfung
Umgebende Figuren: Menschen der Gegenwart als Teil der Schöpfung
Symbolik: Göttliches Licht (Gold), Leben und Vielfalt (Farben), Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf

Kunsthistorische Einordnung

Das Gemälde „Schöpfung“ in der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Spellen lässt sich kunsthistorisch als ein Werk der modernen sakralen Malerei mit expressionistischen Einflüssen einordnen.

Stilistische Einordnung

Der Malstil ist geprägt durch:

  • Starke Farbkontraste in Blau-, Grün- und Rosatönen, die weniger der realistischen Darstellung dienen, sondern Emotion und Spiritualität ausdrücken.
  • Grobe, pastose Pinselstriche, die an den Expressionismus erinnern (z. B. Emil Nolde oder Max Beckmann in ihren religiösen Darstellungen).
  • Goldene Akzente, die eine Verbindung zur sakralen Ikonentradition herstellen und das Göttliche symbolisieren.

Diese Kombination aus expressiver Farbigkeit und sakralem Goldgrund stellt eine Brücke zwischen moderner Kunst und kirchlicher Symbolik her.

Inhaltliche Deutung

Im Zentrum steht eine Christusfigur; stilisiert, nicht realistisch, die durch ihre Größe und Position die Rolle des Schöpfers und Mittlers betont.

Die umgebenden Personen verkörpern die Menschheit in ihrer Vielfalt und Zeitgenossenschaft: Männer und Frauen in moderner Kleidung, die in unterschiedliche Richtungen blicken als Zeichen der Suche, Hoffnung oder Anbetung.

Damit integriert das Werk die biblische Schöpfungserzählung in einen zeitgenössischen Kontext: Gott als Ursprung allen Lebens wirkt weiterhin in der heutigen Welt.

Symbolische Aspekte

  • Grün und Blau: Leben, Natur, Schöpfungskraft
  • Rosa und Gelb: Wärme, Menschlichkeit, göttliches Licht
  • Goldgrund: Ewigkeit und Transzendenz
  • Frontale Komposition: Christus als Achse zwischen Himmel und Erde

Das Bild „Schöpfung“ vereint religiöse Thematik und moderne Ausdrucksformen. Es steht in der Tradition der neuen religiösen Kunst des 20. Jahrhunderts, die nicht mehr auf naturalistische Darstellungen setzt, sondern auf innere Erfahrung, Licht und Farbe als Ausdruck des Göttlichen.

Hinterlasse einen Kommentar