Machtausübung durch Sprache im #Kunstregime

Wenn Worte zu Waffen werden und Normen Kunst disziplinieren

Das #Kunstregime operiert heute nicht mehr primär über ästhetische Maßstäbe.
Es operiert über Sprache.

Nicht darüber, was gesagt oder gezeigt wird,
sondern wie es gesagt werden darf.

In diesem Sinne ist das Gendern kein Randthema,
sondern ein zentrales Steuerungsinstrument des zeitgenössischen Kunstbetriebs.


Sprache als Eintrittskarte

Im #Kunstregime ist Sprache zur Zugangsvoraussetzung geworden.
Nicht die Arbeit entscheidet über Sichtbarkeit,
sondern die korrekte sprachliche Rahmung.

Gendergerechte Sprache fungiert dabei als Prüfsiegel:

– Wer sie beherrscht, signalisiert Anschlussfähigkeit
– Wer sie verweigert, gilt als Risiko
– Wer sie kritisiert, als problematisch

Die Frage lautet nicht mehr:

Was macht dieses Werk?

Sondern:

Wie spricht der Künstler?

Sprache ersetzt Urteil.


Vom Dialog zur Disziplinierung

Was als inklusiver Fortschritt verkauft wird, funktioniert im Kunstbetrieb als Disziplinierungsmechanismus.

Denn im #Kunstregime wird nicht diskutiert,
sondern vorausgesetzt.

Nicht-Gendern ist kein Stil,
sondern ein Regelbruch.

Ein Bruch, der selten offen sanktioniert wird,
aber zuverlässig wirkt:

– keine Einladung
– kein Förderzugang
– keine kuratorische Anbindung
– kein Text, keine Bühne

So wird Sprache zur stillen Waffe.
Nicht laut, nicht repressiv – aber effektiv.


Gendern als Verwaltungslogik

Das Gendern passt perfekt zur Logik des #Kunstregimes,
weil es genau das verlangt, was dieses System braucht:

– Eindeutigkeit
– Regelkonformität
– Normierbarkeit

Es duldet keine Ambivalenz.
Kein Schweigen.
Keinen Widerstand.

Dabei ist Kunst gerade dort stark,
wo Sprache unsicher, mehrdeutig oder verletzlich wird.

Doch das #Kunstregime braucht keine Unsicherheit.
Es braucht Verwaltbarkeit.



Kunst als Ort nach der Sprache

Im #Kunstregime soll Kunst sprechen.
Erklären.
Position beziehen.
Sich korrekt äußern.

Die Malerei dieser Serie verweigert genau das.

Sie antwortet nicht.
Sie korrigiert nicht.
Sie erklärt nichts.

Sie zeigt, dass etwas geschehen ist,
ohne es erneut sprachlich zu fixieren.

Damit wird sie gefährlich für ein System,
das alles über Sprache kontrolliert.


Sprachregime statt Kunstbetrieb

Das #Kunstregime ist kein Ort der Kunst mehr,
sondern ein Sprachregime.

Es reguliert nicht Werke,
sondern Ausdrucksweisen.

Es schließt nicht über Verbote aus,
sondern über Normen.

Gendern ist darin kein Fortschritt,
sondern ein Symptom:

der Versuch, Beziehung durch Regel zu ersetzen
und Offenheit durch Korrektheit.

Wo Sprache nur noch verwaltet,
bleibt Kunst stumm.

Was geschieht, wenn nach Duden geschrieben wird?

1. Schreiben wird plötzlich markiert

Nach Duden zu schreiben ist sprachlich korrekt, neutral, regelkonform.
Und genau deshalb ist es im gegenwärtigen Diskurs nicht mehr unsichtbar, sondern auffällig.

Wer heute nicht gendert, obwohl er korrekt schreibt, wird nicht als korrekt wahrgenommen, sondern als abweichend.
Die Norm hat sich verschoben:

Nicht mehr die Regel ist Maßstab,
sondern die moralische Zusatznorm.


2. Korrektheit verliert ihre Schutzfunktion

Früher galt:

korrekt = unangreifbar

Heute gilt im #Kunstregime:

korrekt = verdächtig

Denn wer nach Duden schreibt, verweigert eine symbolische Loyalitätsbekundung.
Nicht-Gendern ist kein Fehler, sondern ein fehlendes Bekenntnis.

Es wird nicht kritisiert, was gesagt wird,
sondern wie sehr man sich der neuen Sprachordnung unterwirft.


3. Sprache kippt von Regel zu Gesinnung

Der Duden ist ein Regelwerk.
Das Gendern ist eine Haltung.

Wenn nach Duden geschrieben wird, kollidieren zwei Logiken:

  • Regelkonformität (sprachlich)
  • Gesinnungskonformität (moralisch)

Im #Kunstregime gewinnt fast immer die zweite.

Damit wird Sprache nicht mehr als Mittel der Verständigung behandelt,
sondern als Indikator politisch-moralischer Zuverlässigkeit.


4. Der Effekt: stille Sanktion

Was folgt, ist kein offener Konflikt.

Niemand sagt:

„Du darfst nicht nach Duden schreiben.“

Aber es geschieht:

  • Texte werden nicht ausgewählt
  • Anträge wirken „nicht zeitgemäß“
  • Künstler gelten als „schwierig“
  • Diskussionen versanden
  • Einladungen bleiben aus

Das ist keine Zensur.
Das ist bürokratisch-normative Selektion.


5. Sprache wird zum Filter

Im #Kunstregime fungiert Sprache als Vorselektion:

Wer die richtigen Marker setzt, kommt durch.
Wer korrekt, aber unmarkiert schreibt, bleibt hängen.

Das bedeutet:
Nicht das Werk wird geprüft,
sondern der Sprachhabitus seines Urhebers.

Der Duden reicht nicht mehr aus,
weil er keine Zugehörigkeit signalisiert.


6. Warum das problematisch ist

Wenn nach Duden zu schreiben ein Risiko wird,
hat Sprache ihre verbindende Funktion verloren.

Sie dient dann nicht mehr dem Austausch,
sondern der Sortierung von Menschen.

Das ist genau der Punkt, an dem Kommunikation kippt:
von Beziehung zu Disziplin.


Fazit

Wenn nach Duden geschrieben wird,

  • wird man nicht falsch, sondern lesbar als Abweichung
  • verliert Regelkonformität ihre Neutralität
  • wird Sprache zum Loyalitätstest
  • und Kunst zum Nebenschauplatz eines Sprachregimes

Im #Kunstregime ist korrektes Deutsch kein Schutz mehr.
Es ist ein Störsignal.

Und genau daran erkennt man,
dass es längst nicht mehr um Sprache geht,
sondern um Kontrolle.

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