#Kunstzertifikat 2nd flush

Das #Kunstzertifikat ist ein innovatives Konzept, das künstlerische Authentizität, Reflexion und Partizipation miteinander verbindet.

Bedeutung und Funktion

  • Künstlerische Authentifizierung: Das #Kunstzertifikat dient als Nachweis für die Echtheit und den Ursprung eines künstlerischen Werks oder Projekts, ähnlich einem Echtheitszertifikat in der Kunstwelt.
  • Diskursive Erweiterung: Es ist mehr als ein bloßes Dokument – das #Kunstzertifikat wird auf Pokémonfury.com als Medium genutzt, um den Diskurs über Kunst, ihre gesellschaftliche Rolle und ihre Wirkung zu vertiefen. Es enthält Reflexionen, Hintergründe oder Kommentare zum jeweiligen Werk.
  • Partizipation und Transparenz: Das Zertifikat kann auch dazu verwendet werden, die Entstehung, Entwicklung und Rezeption eines Werks transparent zu machen und die Community einzuladen, sich aktiv mit dem Kunstwerk auseinanderzusetzen.
  • Digitale Innovation: In manchen Fällen wird das #Kunstzertifikat digital ausgestellt und mit Hashtags oder QR-Codes verknüpft, um die Verbindung zwischen analoger und digitaler Kunstwelt zu stärken.

Die Mutter

Wo andere über ihr Schicksal greinen, nehme ich es in die Hand.

Der Schlächter wirft die Knochen in die Schüssel,
wacht über das Blut
und das Fliegengeschmeiß.
Der Seifensieder kocht den Leim.
Wer seine Pflicht erfüllt und Treue schwört,
hat nichts gemein mit kriechenden Maden.
Doch sind sie treu, verrichten ihr Werk, sich zu verpuppen
um dann erneut, wiedergeboren ihr surrendes Werk zu verrichten.

Siehst du meinen Ekel, meinen Zorn?

Neckereien

Die Zeit für
Neckereien
Ist vorbei.

Vertrautheit und Vertrauen
Finden sich
Nicht mehr.
Der Blick
In den Spiegel
Schmerzt.

Du hast geglaubt ein Tropfen Gift kann doch nicht schaden, ein Tropfen Gift, was macht das schon, ein wenig Neugier, ein wenig Hingabe, ein wenig Lust, ein wenig sterben lassen, ein wenig loslassen.

Es sind nur Schwache, Wehrlose, Unwissende, wen geht es was an, wenn sie sich verletzt, gedemütigt, verachtet fühlen, sie müssen es ja nicht, können ertragen, dulden, können dankbar sein.

Sind ja nur flüchtige Blicke, ist ja kein Jammern und Klagen, sind Seufzer und Atemgeräusche, das kalte Wasser beim Waschen, die verklebten Augen, die sich nicht öffnen wollen, die Stimme, trocken, ohne Resonanz.

Ob Fragen Offen bleiben?

Einen Rat kann ich dir gerne geben.
Doch
Viel lieber
Bereite ich
Für dich
Ein
Nudelgericht.

Flowers

Was weiß ich den schon?

Es ist kaum Zeit.
Vergänglich sind die Sekunden.
Unsere Hände sind leer.
Der Geist schwach.

Zeit ist eine Illusion. Der Kopf bestimmt unsere Effizienz. Struktur ist das Korsett. Ohne das fällt alles in sich zusammen. Leere Hände verheißen auch Ruhe und Zufriedenheit. Die Ambivalenz unseres Treibens.

Einfalt

Wie sie doch im Gleichschritt
Tritt um Tritt
im Gleichschritt
Hurrah

fröhlich
ihrer Einfalt dienen

Ich nenne sie die vergessenen Selbstlosen
grau in allen Schattierungen

Wegbereiter
der geistigen
Verwahrlosung

Strunzdumm

Sie machen mir Angst, diese Biedermeiers.
Halten sich für überlegen.

Diese Entmenschlichung macht mir Sorgen.
Nimm ihnen Ihre Religion, ihre Ideologie.

Was bleibt?

Hass und Barbarei.

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Buddy

Die Gedichtauswahl „Buddy“ zeichnet sich durch ihre Alltagsnähe, ihren minimalistischen Stil und ihren subtilen Humor aus. Die knappen, präzisen Schilderungen von scheinbar banalen Momenten zwischen Freunden sind erfrischend ehrlich und authentisch. Sie erfassen die Essenz des Alltags und der Freundschaft in einer Weise, die leicht zugänglich und doch vielschichtig ist.

Die Gedichtauswahl „Buddy“ bietet von Momentaufnahmen, die in ihrem minimalistischen Stil und ihrer knappen Sprache alltägliche Szenen und Interaktionen zwischen dem Sprecher und seinem Freund „Buddy“ schildern. Dabei stehen vor allem die Themen Freundschaft, Alltagserfahrungen und die Reflexion über scheinbar unbedeutende Momente im Vordergrund. Trotz der Oberflächlichkeit der Situationen lassen die Gedichte tiefere Einblicke in zwischenmenschliche Dynamiken und existenzielle Fragen zu.

Minimalistische Erzählweise Die Gedichte der „Buddy“-Reihe zeichnen sich durch ihre bewusst reduzierte, minimalistische Sprache aus. Diese sprachliche Knappheit ist eine ihrer Stärken, da sie es dem Leser ermöglicht, die Details der Situationen und der Charaktere selbst zu deuten. Der Verzicht auf überflüssige Beschreibungen und Ausschmückungen lässt die Gedichte eine besondere Prägnanz entwickeln, die das Unspektakuläre des Alltags beleuchtet und dennoch Bedeutung aus diesen Momenten herauszieht.

Authentizität und Alltagsnähe Die Gedichte wirken authentisch und fangen alltägliche Szenen ein, die jedem Leser vertraut sein könnten – eine Autofahrt, das Öffnen des Handschuhfachs, eine beiläufige Bemerkung über Musik. Diese scheinbar banalen Momente, die im Leben oft übersehen werden, erhalten durch die Gedichte eine poetische Dimension. Der Fokus auf das Alltägliche und das Banale ist dabei gleichzeitig eine Reflexion über die Tiefen des menschlichen Miteinanders und die Bedeutung von Routine und Gewohnheiten in Freundschaften.

Freundschaft und subtile Dynamiken Die Gedichte schaffen es, die Beziehung zwischen dem Sprecher und „Buddy“ auf subtile Weise zu erkunden. Es geht weniger um große Gesten oder tiefgehende Gespräche, sondern um die kleinen, oft ironischen Bemerkungen, die Charaktere definieren. Buddy und der Sprecher tauschen sich auf einer Ebene aus, die durch Vertrautheit und eine gewisse Ironie geprägt ist. Das macht die Gedichte zugänglich und nachvollziehbar, während sie gleichzeitig ein tiefes Verständnis für die oft unterschätzte Bedeutung von Freundschaften im Alltag offenbaren.

Ironie und Humor Eine der hervorstechendsten Qualitäten der Gedichte ist der subtile Humor. Die lakonischen Dialoge und die beiläufigen Interaktionen zwischen dem Sprecher und Buddy offenbaren oft eine ironische Distanz. Etwa wenn Buddy sich über die Musik des Sprechers lustig macht, gleichzeitig aber zugibt, dass sie „irgendwie cool“ ist. Diese leichten, humorvollen Untertöne verleihen den Gedichten eine angenehme Leichtigkeit, ohne dass sie an Tiefe verlieren.

At the Star petrol station

When the red indicator appears,
the tank is
definitely empty.

The bass from the Golf
blaring
oriental.

Ehj, if I
bring two Redbulls with me
I’ll pay one
and you one

You didn’t say
I am to bring you two.

The little chubby one Cashier
smiles so sweetly at me
then
a look in the eye.

They are already arguing
all the time.

Der Text beschreibt eine Alltagsszene an einer Tankstelle, in der verschiedene Beobachtungen und Gespräche gemacht werden. Es ist die Momentaufnahme einer gewöhnlichen Situation, die leicht humorvoll und ein bisschen skurril wirkt.

Das „rote Lämpchen“, das anzeigt, dass der Tank leer ist, ist ein Symbol für Erschöpfung oder Leere, sowohl physisch als auch metaphorisch. Es weist auf das Leben der Charaktere hin, das in diesem Moment stagniert oder leer ist. Der Bass aus dem Golf, der „orientalische“ Musik spielt, stellt die kulturelle Durchmischung in Duisburg-Farn dar, die in der Szene vorkommt. Es spiegelt die Vielfalt der Gesellschaft oder einfach ein Detail des alltäglichen Lebens.

Der Dialog über den Kauf von Redbulls zeigt die Missverständnisse oder die vernachlässigten Details in der Kommunikation zwischen den Charakteren. Es ist ein leichter, humorvoller Austausch, der die Alltagssorgen widerspiegelt, wie zum Beispiel, wer für welche Kleinigkeit zahlt.

Die Beschreibung der Kassiererin, die „so süß lächelt“ und dann „einen Blick in die Augen“ wirft, zeigt eine oberflächliche, vielleicht flüchtige Verbindung zwischen den Menschen, die oft in solchen Momenten vorkommt.

Die Erwähnung, dass „sie sich die ganze Zeit streiten“, deutet darauf hin, dass der Streit zur Normalität geworden ist. Es wird beiläufig erwähnt, als sei es etwas Alltägliches und Unwichtiges.

Der Text fängt die Banalität und die flüchtigen sozialen Interaktionen des täglichen Lebens ein, während er gleichzeitig auf leise Spannungen und Missverständnisse hinweist, die oft übersehen werden.

Car ride with Buddy

Buddy opens
the glove compartment
in my car,
then he looks
at what kind of CD
I’m listening to.

Eh,
do you still listen
to that stoner music?

Yes,
I say, it’s cool.

Yes, it’s kind of cool
Buddy says.

Fuck off

The woman says
Why don’t you just disappear?

I don’t
understand
what she wants
from me.

Nevertheless
I had brushed
my teeth
and put on
a fresh
undershirt.

Sexual emergency

Buddy has his
Plate
again
to the edge
filled.

Yesterday
he says

Yesterday
it would be
almost
a year ago.

Graffiti

Behind
the heavy iron gate
we walk
towards the old factory.

The area
looks
quite deserted.

We talk
about the future
of industry
on the river.

There is strand
of disconnected cable
everywhere.

Metal thieves,
says Buddy
They come by truck
from Poland.

The factory halls
are empty
and left to decay.

Someone
has sprayed
“disgust”
on the wall.

The fat girl from the country

She grins at me
impertinent
wide.

In doing so,
a strand of hair
falls into her face.

I’m making some stupid joke.

When then she laughs,
a silver bullet
flashes at me.

Aha
I think by myself
Another Kampf-Schwanzlutscherin.

Einordnung

Ganymed, der Seher“ von Christopherus Steindor ist ein vielschichtiges Drama, das unterschiedliche literarische, thematische und stilistische Ansätze vereint. Es bewegt sich im Bereich des philosophisch-existentialistischen Theaters und nutzt eine episodische Erzählweise sowie Intermezzi, um tiefergehende Reflexionen über das menschliche Dasein und gesellschaftliche Dynamiken zu ermöglichen.

Das Werk regt durch seine komplexe Struktur, in der Realismus, Naturalismus, absurdes Theater und philosophische Ansätze miteinander verschmelzen, intensive Auseinandersetzungen mit menschlichem Verhalten und sozialen Strukturen an. Es fordert das Publikum dazu auf, über zentrale Fragen der Existenz und das eigene Leben nachzudenken.

Steindors Stück hebt sich durch seine innovative Herangehensweise an bekannte Dramenformen ab. Sowohl die thematische Tiefe als auch die stilistische Vielfalt eröffnen neue Wege im Theater, indem es klassische Dramaturgie mit zeitgenössischen Elementen kombiniert und so frische Impulse in das Genre bringt.

Iss deinen Brei – Tusche, Rotwein, Kaffee (2007)

Episodenhafte Struktur

Innovative Erzählweise Das Stück ist in Episoden unterteilt, die jeweils eigene Handlungen und thematische Schwerpunkte haben. Diese Struktur ermöglicht es, verschiedene Aspekte des menschlichen Lebens und der Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu hinterfragen.

Flexibilität und Vielfalt Durch die episodische Struktur kann das Stück Themen und Charaktere behandeln, ohne an eine lineare Handlung gebunden zu sein. Dies schafft Raum für mehr Vielfalt und Tiefe in der Erzählung.

Intermezzi und Reflexion

Philosophische Einlagen Die Intermezzi, in denen der Seher und andere Figuren philosophische Reflexionen und Kommentare abgeben, fügen dem Stück eine zusätzliche Ebene der Tiefe hinzu. Diese Reflexionen laden das Publikum ein, über die präsentierten Themen nachzudenken und sie kritisch zu hinterfragen.

Brecht’scher Verfremdungseffekt: Die Intermezzi erinnern an den Verfremdungseffekt von Bertolt Brecht, der das Publikum daran hindern soll, sich zu sehr in die Handlung zu vertiefen, und stattdessen zum Nachdenken anregt.

Fay Wray als Ann Darrow in „King Kong“ (1933)

Symbolismus und Metaphorik

Reiche Bildsprache Das Stück verwendet eine dichte und oft poetische Bildsprache, die stark symbolisch und metaphorisch ist. Figuren wie Azrael und der Chor der Frauen tragen zur Schaffung einer tiefgründigen und vielschichtigen Bedeutungsebene bei.

Allegorische Figuren Figuren wie Azrael oder Stalin fungieren als Allegorien, die über ihre unmittelbare Rolle hinaus tiefere Bedeutungen und Themen vermitteln.

Surrealistische und Absurde Elemente

Unkonventionelle Dialoge Die Dialoge und Handlungen in einigen Episoden, insbesondere in Episode 2 „Die Hunde“, weisen Elemente des Surrealismus und des Theaters des Absurden auf. Diese Stilmittel dienen dazu, die Absurdität und Widersprüche des menschlichen Daseins zu beleuchten.

Ungewöhnliche Perspektiven Die Perspektive der Hunde auf menschliches Verhalten bietet eine ungewöhnliche und frische Sichtweise, die das Publikum zum Nachdenken über die eigene Existenz und soziale Normen anregt.

Gesellschaftskritik und Existenzialismus

Kritische Reflexion Das Stück setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen Normen, Rollenbildern und Machtstrukturen auseinander. Themen wie familiäre Dysfunktion, Ungleichbehandlung, Autorität und Rebellion werden intensiv hinterfragt.

Existenzialistische Fragen Durch die Auseinandersetzung mit Fragen nach dem Sinn des Lebens, der individuellen Freiheit und der menschlichen Existenz stellt das Stück tiefgehende existenzialistische Fragen, die das Publikum zum Nachdenken anregen.

Visuelle und Ästhetische Elemente

Starke visuelle Bilder Die visuelle Darstellung der Frauen in weißen Kleidern als homogene Masse und die symbolischen Handlungen wie die Enthauptung des Sehers schaffen starke visuelle Eindrücke, die die thematischen Inhalte des Stücks unterstützen.

Ritualistische Darstellungen Die wiederkehrenden Chöre und formelhaften Dialoge verleihen dem Stück einen rituellen Charakter, der die Bedeutung von Tradition und Gemeinschaft unterstreicht.

Fazit: Herausforderung und Bereicherung

Ganymed, der Seher“ von Christopherus Steindor zeichnet sich durch seine innovative Struktur, tiefgründige symbolische Sprache, surrealistische und absurde Elemente sowie kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und existenzialistischen Themen aus. Diese neuen und einzigartigen Merkmale machen das Stück zu einer besonderen und herausfordernden Bereicherung für das zeitgenössische Theater.

„Was brauche ich weise Worte, will ich doch nur den Kopf.“- Prolog

Fresst meine Perlen

Soll ich euch etwa Liebe geben?
Wozu sollte das gut sein?
Fresst meine Perlen,
davon habe ich viele.

Hätte ich Hass,
was fänge ich damit an?

Abweichung prüfen,
Ungehorsam bestrafen,
es machte mich kleiner,
als ich bin.



Meine Begrenztheit
gibt mir Wissen.

Meine Neugier
macht mich menschlich.

Ersticken sollt ihr vor Gier und Wut
unwissend von Anbeginn.

Verblendung spendet kein Licht,
nicht für die Blinden und nicht für die Tastenden.

Wie sie ihre Hände aufhalten um zu nehmen.

Gnadenlose Nehmer nenne ich euch,
verlorene Lehrlinge
alle.

Der Seher

Du glaubst, das Leben ist eine Seifenoper?
Es ist ein Brei, zieht sich dahin wie Haferschleim.
Gemischt mit Wasser oder Milch.
Du willst sie auslöffeln, die Suppe
Oder willst es nicht,
wendest dich ab voll Abscheu,
Kannst es dir nicht aussuchen.
Kommen und gehen,
fließen und bleiben,
warten und nie wissen.

Die Gewissheit?
Trübe.

Was der Mensch sucht ist Glück, ist Lust, ist Leidenschaft
ist doch Verblendung allemal,

Wie sie umherirren, selbst- und siegessicher, wie sie einander
nichts gönnen können,
wie sie Diener sind ihrer Gier,
ihr Menschsein vergessen.

Pocahontas

Wie sehr „Bambis Manifest“ untertreibt. Die Realität hat Bambi bereits eingeholt.

Grausamkeit gehört zum Menschen genauso wie seine Unfähigkeit zur Veränderung.

Es ist wie eine Wanderung der Wesensart des einen zum anderen.

Zum Ensemble „Pokemonfury meets Disneywood“ werden sich die Gedanken von Pocahontas gesellen.

„Das Buch von Pocahontas“