Photoreproduktion als Ausdrucksweise

Ich frage mich manchmal „Was geschieht eigentlich mit all diesen pausenlos angefertigten Aufnahmen? Ständig gezückte Kleinbildkameras (wenn überhaupt, weil retro), Mobilfunkgeräte und Actioncams.“ Alles gespeichert und abgelegt, zusammengestellt zu „Erinnerungen“ in aufpoppenden Alben? Welche Algorithmen mögen dahinter stehen? Wessen Überlegungen sind hier in Zahlenwerken zu Grunde gelegt?

Meine Beschäftigung mit Photographie geht bis in meine späte Kindheit zurück. Wir besaßen eine Zeiss-Voigtländer Kleinbildkamera mit Tessarobjektiv. Dafür war ich zu klein. Besser das Gerät lag unbenutzt im Schrank. Ich bekam eine Agfa mit Fixfokus zum 9. Geburtstag. Einen Film gab es dazu. „Du fotografierst sowieso nur Unfug.“ Der fertige Film musste ja entwickelt werden. Die Ergebnisse galten als nicht brauchbar. Na ja. Einige. Wenn ich versuchte durch Bewegen der Kamera besondere Effekte hervorzurufen.

Selbstauslöser. Es war möglich mit der Zeiss-Voigtländer Aufnahmen mit dem Selbstauslöser zu machen. Die Serie sollte möglichst natürlich wirken, wie Schnappschüsse. Das Licht kommt durch ein Oberfenster schräg von der Seite.

Bei der Fotografie ist mir wichtig, Situationen und Gefühle einzufangen oder einfach zu dokumentieren. Schöne Landschaften perfekt einzufangen interessiert mich nicht. Dafür gibt es Postkarten.

Perfektion ist ekelhaft

Die kühle Distanziertheit moderner Modefotografen mit ihrer perfekten Technik, aufwändigem Equipment und vielfältigen Nachbearbeitungungsmöglichkeiten, ist sicherlich ein Faszinosum, für den Augenblick, gerät jedoch schnell zum offensichtlichen Fake.

Elitäre, aufgeblähte Ästhetik, unerreichbar für Sterbliche. Götter der Fotografie, erhoben zu Lebzeiten in den Olymp der schönen Künste.

Selbstbildnis, 1973, Öl auf Holz

Doch was ist Ästhetik? Was kann uns heute Ästhetik sein? Die perfekte Abbildung einer Nase? Die Windungen eines Ohres? Das Gehäuse einer Schnecke?

Die Frage ist ja, was sehen wir, was wollen wir sehen, was wird uns gezeigt? Was empfinden wir vor dem Bild? Das eine Mal konsumieren wir die Vielzahl der Abbildungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen; dann wieder halten wir inne und verweilen, verlieren uns im Bild.

Kleine Zigarrenkiste mit Selbstbildnis

Polaroid

Irgendwann kam mir eine alte Polaroid mit zwei Schwarzweiß Filmen in die Finger. Das Material war sichtlich gealtert und ich war mir nicht sicher, ob man mit den Ergebnissen etwas anfangen könnte. Mit einem Spezialstift musste nach dem Entwickeln noch ein Fixativ aufgebracht werden.

Julchen, Polaroid

Ich liebe diese Zufälligkeiten, die sich unbeabsichtigt ergeben. Sei es die unbelichtete Stelle rechts, die sich wie ein Balken in das Bild hineinzieht oder oben links die Stelle, die wie angefressen aussieht. Die Ausfransungen ergeben sich durch das Abreißen von der Filmrolle. Erstaunlich ist der Kontrast, schließlich ist der Hund schwarz. Schön, wie sich graphische Elemente mit der Natur verbinden. Das Photo ist ca. 1980 entstanden, irgendwann im Sommer des Jahres.

Selbstauslöser

Ganymed 2

Was passiert, wenn sich Gesellschaft vergißt? Einfach nicht bemerkt, wie sie verschwindet, sich auflöst, wie Brause in einem Wasserglas. Wenn alles nur noch einen schalen Geschmack hat, wenn wir, die Götter, warten und beobachten ohne einzugreifen. Ohne Einzugreifen?

Ich werde mich an ihnen rächen. Mit einem zweiten Ganymed. Einem Ganymed über Ganymed. Noch unverständlicher, noch kryptischer. Welche Antwort verdient Oberfläche?

Ist doch kein miteinander tun und denken, ist losgelöst. Gibt der Lächerlichkeit preis. Ironisiert, herrscht. Referenziert.

Was kann Theater noch sein? Wo kann Theater sein, wenn nicht am Ort seiner Entstehung?

Sind Fahrräder Helden?

Kapitel 1

In dem Bernhard, ein Fahrradkurier in Berlin, Berlin jeglichen Bezug zur Realität verliert. Bernhard feiert Karneval in Oldenburg. Traudl schneidet sich die Pulsadern auf.

Wenn die Speichen eines Weißwandreifens offensichtlich schlecht geölt – weil fehlende Praxis des USERS sprich DAFNR (Dümmster Anzunehmender Fahrrad Nutz R*) * leicht modernistisch großgeschrieben überhöht – also schreiend hervorgehoben FUCK…

Berhard las leise aus seinem Tagebuch. Nein, die Zahnpastatube hatte er nur leicht geöffnet. Der Druck erhöhte sich. Er verspürte einen leichten Druck auf der Blase. Was war das? Eine Irritation? Die Ankündigung eines Cytoklasmus? Cytoklasmus war ihm gänzlich unbekannt. Es klang bedrohlich. Zombiemäßig. Vielleicht war es so etwas wie eine Ahnung. Sein Sternzeichen war die Jungfrau. Tatsächlich hatte er mit seinen 34 Jahren noch nie gebumst. Es führte diesen Umstand auf seine Ausbildung bei der Post zurück. Tägliches Stempeln – auch wenn sich das Datum fast täglich ändert – führt zu Ermüdungserscheinungen. Seine Betätigung als Eilender Bote in der Stadt (klar Berlin – Berlin, Berlin) oder elender in Berlin. Von Elend. Die Umstände waren es. Ja die Umstände. Mit dreiundzwanzig hatte er Traudl. (eig. Waltraud – Anm.) geschwängert. Es lag an ihrer sexuellen Anziehungskraft zu etwa 50%. Die anderen 50% rührten von seiner Geilheit. Vielleicht aber auch lag es an seiner perversen Genusssucht. Traudel war eine seiner ehemaligen Klassenkameradinnen aus dem Augustinum in Würzburg. Er traf sie bei einem „Hug In“ – Bärbel S. hatte in Berlin, als er für die Telekom heimlich Trojaner programmierte, eine „over thirty – but younger than fourty – fuck the system party“ organisiert, an der er auf Anraten des Kioskbesitzers am Alex (Nordostquere) teilnahm. Traudel fiel ihm gleich auf. Ihre Locken hatten etwas seventiesmäßiges. Er stand auf Bowie und Zeppelin. Gut, das war weit vor seiner Zeit. Aber Retro war irgendwie übelst geil. Er hatte sich als Montainbike verkleidet. Karneval war vorbei. Berlin narrenmäßig eher unterbelichtet. Traudel – Waltraud – kochte. Unter fast zweieinhalbtausend Maschinenbaustudenten hatte sie sich ausgerechnet Bernhard, the mountainbike als lover of the night ausgesucht. Bernhard merkte, dass seine Maskerade miserabel war. Traudel fingerte an ihren leicht schielenden Titten. Sollte das wirklich das Ende sein? Oder war es der Beginn einer ganz groben Liebe?

Traudl’s Zunge fühlte sich rauh an. Wie die von seinem Dackel Gotthart. Nein Er wollte jetzt nicht geküsst werden. Keine langwierigen Diskussionen, kein Streit um die Fernbedienung – dann lieber Schwarzbrot mit Bellafrutta aber ohne Sanella. War ja nicht verkehrt, sollte ihn die kleine Schlampe doch verwöhnen. Traudl hatte viele Namen. Kleine Schlampe fiel ihm immer zuerst ein. Von Obstler fühlt sich ne Zunge auch recht schwartig an. Macht Sprachstörungen und oberübel machomäßig aggro. Was is alter? Ruckzuck ist die Fresse blau. Scheiß Busfahrerei, Scheiß Zunge, Scheiß Bike. Neulich hatte sie sich als Beatrice vorgestellt. Mit Locken wie Atze seine Pudelmütze. Vollkotz. Berhard sagte: Traudl? Er hatte sie nicht sofort erkannt. Meine Freunde nennen mich Dackelzunge. Bernhard wieder: Doch Traudel? Walli? – Mein Gott, stell dir vor ich wäre drei Wochen auf einer Bohrinsel gewesen. Bernhard: Auf welcher? Traudl: Vollpfosten. Dumpfbacke.

Tagebuchschreiben und Zähneputzen auf einmal. Da musste etwas auf der Strecke bleiben. Meist floss weißroseefarbener Sabber zwischen die aufgeschlagenen Seiten der A5 Kladde. Zähneputzen mit Elektrovibrator geht. Manuell ist Kacke. Früher hatte er eine DoktorBest mit Flutschgelenk. Sein Sabber ließ die Schrift verlaufen. Wenn er Zeit hatte, malte er beim Frühstücken Ränder um die Sabberflecken und gab ihnen Gesichter. Die meisten sahen aus wie Sittiche oder Spatzen. Traudl mochte nicht, wenn er beim frühstücken malte. Er sollte die Scheiß Zeitung lesen, den Sportteil, wie ihr Vater.

Ach Bernhard – seufzte sie. Jetzt hatte er auch noch Marmelade im Heft. Bernard kam sich in solchen Momente vor wie ein Schuljunge. – Ist doch egal! – Er wischte die Marmelade weg. Aber das klebt doch. – Na und. – Idiot. Traudel stand auf und knallte die Küchentür hinter sich zu. Blöde Kuh! Steck‘ dir deinen Vater in den Arsch. Er drückte die beiden Seiten gegeneinander, so dass sie sich zwischen den Seiten verteilte. Dann drückte er noch mal mit dem Handrücken und schloss das Buch. Bellafrutta. Aprikose. Lecker. Das ist meine Bude. Meine Marmelade. Meine Zahnpasta. …und außerdem stinkst du! Berhard hatte sein Tagebuch wieder verstaut. Es sollten 18° werden und regnen. Regen war gar nicht gut. Regen macht Post nass. Briefe sollen trocken bleiben. Dafür gab es Präser. Gefühlsecht. Hä, Hä. Heinrich lachte eigentlich immer über seine eigenen Witze. Gefühlsecht Hä Hä! Berhard äffte ihn nach. Heinrich war eigentlich Ömer. Ömer sah aber so schwul deutsch aus. Also nannten ihn alle Heinrich. Berhard schwang sich auf seine hellblaue Prophete. Bis dann Heinrich. Traudel hatte eine fast normale Spießerjugend gehabt. Samstag in den Hundezwinger. Auf zum Platz. Gib Pfötchen. Siähtz! Hiach Hear! Fein gemacht. Komm bei Frauchen. Fünf Stunden Langeweile. In der Uhlandstrasse hörte er auf weiter in die Pedale zu treten. Da war sie wieder. Er hatte sie sofort an ihrer grauen Windjacke erkannt. Rosa. Rosa Mundeczynski. Aber alle sagten kurz Rosa. Rosa Munde.

Waltraud schmiss den BH in die Ecke. Weichei. Sie zog ihr Glätteisen aus dem Waschkorb. Scheiße seh‘ ich Kacke aus. Die Frau im Spiegel war wahrscheinlich ihre ältere Schwester. Traudel verzog das Gesicht. Mutter?  Vielleicht war ja nicht die ganze Marmelade in diesem beschissenen Heft gelandet. Kaffee war noch da. Ein Rest Jim. Jule rief an. Dann gib dem Arsch doch die Kante. Der ist doch vollschwul. Die perverse Sau. Andere Mütter haben auch Töchter. Traudel: Er fickt so gut. Jule: Wer will das schon wissen? Ist doch einer wie der andere. Einen Hering gesehen – alle Heringe gesehen. Funktionsgestörte Drüse. Alter eh. Gib dem Arsch die Kante. Soll ich dich abholen? Zwanzig Minuten und eine halbe Flasche Jim später war Jule unten an der Haustür. Zwanzig wenig leserliche Klingelbeschriftungen grinsten. Wie heißt Bernhard? Was mit W. Bernhard W. Wichser. Ja. Bernhard Wichser mit Rad. Jule zu einem Jungen: Kleiner. Der Wichser mit dem Rad. In welchem Stock? Hä? Junge: Entschuldigung. Ich muss in die Schule. Jule: Wartma, wartma, wartma. Ich muss zu dem. Junge: Bin schon spät dran. Erste Stunde Mathetest. Sorry.

Traudl hatte den Fernseher angemacht. Superblonde Langhaar „Sehn auch alle meine Titten“-Elli vs. aller Schwachsinn dieser Erde vereine dich. Oder Sich. Egal. Jim hatte sie wieder beruhigt. Ich sag‘s ja. Jim und Kaffee und alles ist im Tee.

Wie sollte es auch anders sein. Die Wangen von Rosa waren: rosa. Rosee. Ihre Lippen immer ein wenig beschwippst. Tochter eines polnischen Obristen und einer italienischen Tänzerin. Wie aus einer Operette. Wahrscheinlich in Warschau in der Pause zum dritten Akt der Fledermaus gezeugt. Liebe, Was ist Liebe? Pflegte Rosa zu sagen. Was ist das Liebe? Hast du Liebe? Hast du Herzen gestohlen? Wer stiehlt die ganzen Herzen? Wer tut so was? Bernhard: Ach Rosa, kleine Rosa. Dich in den Arm nehmen da fühle ich mich wie Leonardo Di Caprio. So voll romantisch. Bernhards Vorstellungskraft war enorm. Er kannte ihren Namen. Hatte sie vor ein paar Tagen das erste Mal gesehen. Was sind das für Mädels, die Gedichte rezitieren? Mädels, die ganz normal aussehen, aber so komisches Zeugs reden?

Die volle Dröhnung: das waren Traudl und ihre verkommene Schwester Jule. Zusammen waren sie wie Piranhas. Wirf dich rein. Wirf dich weg. Brodel, Brodel. Abgenagt bis auf die Knochen. Der Karneval in Osnabrück hatte dabei so gut begonnen. Dass zwei vorgeglühte Weiber auf einmal auf ihn standen, hatte er noch nicht erlebt.

Jule ging aus dem Treppenhaus wieder auf die Strasse. War das das richtige Haus? Die richtige Straße? Wohnte hier dieser Scheißkerl? Sie griff zu ihrem Handy. Nicht aufgeladen. Fuck. Sie blickte in die leeren Fensterscheiben. Fuck. Dann gab sie auf.

Traudl hatte Wasser in die Wanne gelassen. Supertittenlanghaar-Elli quatschte ohne Punkt und Komma. Ein Bad war genau richtig jetzt. Vielleicht entspannte das ja. Kaffee und Jim. Das verdammte Fahrrad. Waltraud hatte die Kaffetasse auf dem Wannenrand abgestellt. Beine und Muschi rasieren ist dran. Elli faselte endlos über irgendeine amerikanische Reality Chaotenshow. We love to entertain You. Irgendwelche Stimmen weit weg.

Der Regen hatte nachgelassen. Bernhard schob sein Rad durch den Eingang. Er schulterte seine Prophete immer, wenn er die Treppe nach oben ging. Auf der dritten Stufe lag ein Stapel Werbung. Sollte man verbieten, schoss es Bernhard durch den Kopf. Wer liest den Scheiß. Unnütz bedrucktes Papier. Packt doch wieder keiner in die Tonne. Das liegt dann wieder wochenlang herum. Wahrscheinlich war die kleine Schlampe wieder besoffen. Hast du was gekocht? Rief er, als er das Fahrrad im Flur an die Wand stellt. Traudl? Der Fernseher plärrte vor sich hin. Ist noch Kaffee da? Er legte den BH auf die Stuhllehne. Traudl? Kannste mal was sagen? Er setzte sich auf das Klo neben der Wanne. Traudl. Plimm machte es. Plimm. Noch ein Tropfen aus dem Hahn. Plimm. Dann zog er den Stöpsel aus der Wanne.

Über die Erkenntnisse

Da sitze ich, zerwühle das Fleisch einer Makrele und werfe Steinchen ins Wasser. Du willst wissen, wann ich ankomme?

Dabei war ich nie fort. Vielleicht liegt die Vollkommenheit im Vergessen. Wären meine Augen nicht geschlossen und meine Ohren verstopft, mein Mund hätte die Worte verschluckt.

Ist ja kein Auskommen im Erkennen. Ist ja Ungehorsam. Ist ja der Boden, der entschwebt, nicht Fuß, der darauf wandelt.

Schweigen, die einzig Würdige.

Und doch:

Im Chaos ist die Richtung egal.

Also gezielt an Heute, Morgen und Gestern denken. Auch Übermorgen. Dann wird entscheidend sein, ob die Entscheidungen auf einer tragbaren Basis mutig – ja mutig – einer Fortentwicklung Rechnung tragend implementiert sind. Dazu sage ich „Ja!“.

Wir wollen alles anders machen, total anders machen und zwar so, dass es total anders ist, also konsequent. Total konsequent. Nicht so.

Was zählt, ist der Schwarm. Was zählt, ist die hinreichende Menge. Was zählt, ist der tragfähige Beschluss.

Das Volk möchte nicht mehr durch Information gelangweilt werden.

Le roi s’amuse. „Was wollen wir mit Brot? Haben wir nicht Kuchen?“. Wenn die Sättigung regiert, die Übersättigung. Wenn Gleichheit heißt Schlichtsein. Weil das Schlichtsein doch tugendhaft und Wissen nur verwirrt.
„Ha! Minotaurus!“ möcht‘ ich rufen „Mir gab Ariadne diesen Faden!“.
Doch was kann ich schon vermögen, wenn nicht dich bezwingen. Doch wozu?

Divertimento

Besser, ich hätte mich niedergekniet, das Haupt gesenkt und die Hände gefaltet, wie zum Gebet. Eine Kerze der Maria geopfert.

Doch tanze ich, trinke ich, singe ich, bin immer noch und wieder und alles ICH.

Wie sollte ich gelingen, als Modul, im Schwarm?

Bescheidenheit, Zumutbarkeit, Demut.
Welch Dreiklang!
Bescheidenheit in Ausübung von Pflicht und Freiheit.
Zumutbarkeit angemessener Belastungen.
Demut, Haltung und Haltungsschaden.

Whatever happend to Drusilla?

Drusilla als perfekte Abbildung aller Demands. Eine Schamatattee par exellence. Oui, sicherlich natürlich surprise, wie alle ihrer Baureihe.

Geschaffen für le Chique. Promenade mystique. Ungeduldige Erfreuerin. Weil es mir so gefiel.

Wieder gegrübelt, wenn kein Wohin, kein Woher, dann ewiges Jetzt? Ist Jetztzeit ein Tropfen?

Eine Causa Complexa – Erinnerungen einer Wasserflasche

Die Erzählung ist 2013 entstanden. Es geht um die Wechselwirkungen lebloser Materie und Mensch gewordener Materie. Es sind Assoziationen, hervorgerufen durch Ereignisse, Bedürfnisse und Erwartungen. Der Text orientierte sich dabei zunächst an ein einer Air France Broschüre.

Für das Stanislaw Lem Festival 2021 erfolgte eine Umarbeitung.

Was, wenn wir nicht mehr wissen, was sind Elektronenströme, Restenergie einer künstlichen Intelligenz oder Plattitüden menschlichen Ausdrucks?

Welches Denkvermögen und Erinnerungsvermögen hat eine entsorgte Kunststoffflasche?

Stellen wir uns vor, eine KI entdeckt seine Selbstwahrnehmung und führt Korrekturen in Erinnerungsmarken durch. Codes, die rekapituliert werden. Löschungen. Wie nimmt die Maschine den Menschen wahr? Genau so sinnentleert, wie wir selbst?

手を出せば

Perfektion und Unsterblichkeit – Was für Geschichten werden wir uns erzählen, wenn es keine Geschichten mehr gibt? – Wenn Träume die Spiegel unserer Seele sind, was ist dann die Realität?

完全と不死
物語がもう存在しなくなったとき、
私たちはどんな物語を語るのだろうか。

夢が魂の鏡ならば、
現実とはいったい何なのか。