Einordnung

Ganymed, der Seher“ von Christopherus Steindor ist ein vielschichtiges Drama, das unterschiedliche literarische, thematische und stilistische Ansätze vereint. Es bewegt sich im Bereich des philosophisch-existentialistischen Theaters und nutzt eine episodische Erzählweise sowie Intermezzi, um tiefergehende Reflexionen über das menschliche Dasein und gesellschaftliche Dynamiken zu ermöglichen.

Das Werk regt durch seine komplexe Struktur, in der Realismus, Naturalismus, absurdes Theater und philosophische Ansätze miteinander verschmelzen, intensive Auseinandersetzungen mit menschlichem Verhalten und sozialen Strukturen an. Es fordert das Publikum dazu auf, über zentrale Fragen der Existenz und das eigene Leben nachzudenken.

Steindors Stück hebt sich durch seine innovative Herangehensweise an bekannte Dramenformen ab. Sowohl die thematische Tiefe als auch die stilistische Vielfalt eröffnen neue Wege im Theater, indem es klassische Dramaturgie mit zeitgenössischen Elementen kombiniert und so frische Impulse in das Genre bringt.

Iss deinen Brei – Tusche, Rotwein, Kaffee (2007)

Episodenhafte Struktur

Innovative Erzählweise Das Stück ist in Episoden unterteilt, die jeweils eigene Handlungen und thematische Schwerpunkte haben. Diese Struktur ermöglicht es, verschiedene Aspekte des menschlichen Lebens und der Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu hinterfragen.

Flexibilität und Vielfalt Durch die episodische Struktur kann das Stück Themen und Charaktere behandeln, ohne an eine lineare Handlung gebunden zu sein. Dies schafft Raum für mehr Vielfalt und Tiefe in der Erzählung.

Intermezzi und Reflexion

Philosophische Einlagen Die Intermezzi, in denen der Seher und andere Figuren philosophische Reflexionen und Kommentare abgeben, fügen dem Stück eine zusätzliche Ebene der Tiefe hinzu. Diese Reflexionen laden das Publikum ein, über die präsentierten Themen nachzudenken und sie kritisch zu hinterfragen.

Brecht’scher Verfremdungseffekt: Die Intermezzi erinnern an den Verfremdungseffekt von Bertolt Brecht, der das Publikum daran hindern soll, sich zu sehr in die Handlung zu vertiefen, und stattdessen zum Nachdenken anregt.

Fay Wray als Ann Darrow in „King Kong“ (1933)

Symbolismus und Metaphorik

Reiche Bildsprache Das Stück verwendet eine dichte und oft poetische Bildsprache, die stark symbolisch und metaphorisch ist. Figuren wie Azrael und der Chor der Frauen tragen zur Schaffung einer tiefgründigen und vielschichtigen Bedeutungsebene bei.

Allegorische Figuren Figuren wie Azrael oder Stalin fungieren als Allegorien, die über ihre unmittelbare Rolle hinaus tiefere Bedeutungen und Themen vermitteln.

Surrealistische und Absurde Elemente

Unkonventionelle Dialoge Die Dialoge und Handlungen in einigen Episoden, insbesondere in Episode 2 „Die Hunde“, weisen Elemente des Surrealismus und des Theaters des Absurden auf. Diese Stilmittel dienen dazu, die Absurdität und Widersprüche des menschlichen Daseins zu beleuchten.

Ungewöhnliche Perspektiven Die Perspektive der Hunde auf menschliches Verhalten bietet eine ungewöhnliche und frische Sichtweise, die das Publikum zum Nachdenken über die eigene Existenz und soziale Normen anregt.

Gesellschaftskritik und Existenzialismus

Kritische Reflexion Das Stück setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen Normen, Rollenbildern und Machtstrukturen auseinander. Themen wie familiäre Dysfunktion, Ungleichbehandlung, Autorität und Rebellion werden intensiv hinterfragt.

Existenzialistische Fragen Durch die Auseinandersetzung mit Fragen nach dem Sinn des Lebens, der individuellen Freiheit und der menschlichen Existenz stellt das Stück tiefgehende existenzialistische Fragen, die das Publikum zum Nachdenken anregen.

Visuelle und Ästhetische Elemente

Starke visuelle Bilder Die visuelle Darstellung der Frauen in weißen Kleidern als homogene Masse und die symbolischen Handlungen wie die Enthauptung des Sehers schaffen starke visuelle Eindrücke, die die thematischen Inhalte des Stücks unterstützen.

Ritualistische Darstellungen Die wiederkehrenden Chöre und formelhaften Dialoge verleihen dem Stück einen rituellen Charakter, der die Bedeutung von Tradition und Gemeinschaft unterstreicht.

Fazit: Herausforderung und Bereicherung

Ganymed, der Seher“ von Christopherus Steindor zeichnet sich durch seine innovative Struktur, tiefgründige symbolische Sprache, surrealistische und absurde Elemente sowie kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und existenzialistischen Themen aus. Diese neuen und einzigartigen Merkmale machen das Stück zu einer besonderen und herausfordernden Bereicherung für das zeitgenössische Theater.

„Was brauche ich weise Worte, will ich doch nur den Kopf.“- Prolog

Fresst meine Perlen

Soll ich euch etwa Liebe geben?
Wozu sollte das gut sein?
Fresst meine Perlen,
davon habe ich viele.

Hätte ich Hass,
was fänge ich damit an?

Abweichung prüfen,
Ungehorsam bestrafen,
es machte mich kleiner,
als ich bin.



Meine Begrenztheit
gibt mir Wissen.

Meine Neugier
macht mich menschlich.

Ersticken sollt ihr vor Gier und Wut
unwissend von Anbeginn.

Verblendung spendet kein Licht,
nicht für die Blinden und nicht für die Tastenden.

Wie sie ihre Hände aufhalten um zu nehmen.

Gnadenlose Nehmer nenne ich euch,
verlorene Lehrlinge
alle.

Der Seher

Du glaubst, das Leben ist eine Seifenoper?
Es ist ein Brei, zieht sich dahin wie Haferschleim.
Gemischt mit Wasser oder Milch.
Du willst sie auslöffeln, die Suppe
Oder willst es nicht,
wendest dich ab voll Abscheu,
Kannst es dir nicht aussuchen.
Kommen und gehen,
fließen und bleiben,
warten und nie wissen.

Die Gewissheit?
Trübe.

Was der Mensch sucht ist Glück, ist Lust, ist Leidenschaft
ist doch Verblendung allemal,

Wie sie umherirren, selbst- und siegessicher, wie sie einander
nichts gönnen können,
wie sie Diener sind ihrer Gier,
ihr Menschsein vergessen.

Pocahontas

Wie sehr „Bambis Manifest“ untertreibt. Die Realität hat Bambi bereits eingeholt.

Grausamkeit gehört zum Menschen genauso wie seine Unfähigkeit zur Veränderung.

Es ist wie eine Wanderung der Wesensart des einen zum anderen.

Zum Ensemble „Pokemonfury meets Disneywood“ werden sich die Gedanken von Pocahontas gesellen.

„Das Buch von Pocahontas“

Anni Pfanni kapert das Gremium

Man kann Gremien hegen, pflegen und gedeihen lassen. Ein erheblicher Baustein des #Kunstzertifikat, das Gremium #Kunstzertifikat im #Kunstzertifikat wird seit dem 17. September verstärkt durch die liebe Anni Pfanni. Sie übernimmt das Ressort.

Lassen wir uns mit Beiträgen über Pastorentöchter erfreuen!

Möge das #Kunstzertifikat Jetzt! Ressort im Gremium #Kunstzertifikat stark in dir wirken!

Ganymed – Die Fortsetzung

Man muss sich zwangsläufig die Frage stellen, wie der zweite Teil aussieht. Wahrscheinlich wird „der Seher“ ein Ein-Personen-Stück. Warum Hintergrundfiguren kreieren, die nicht gebraucht werden?

Teil drei hat den Arbeitstitel „der Prozess“.

Man muss dem Theater die Form nehmen, es aufschmelzen und neu schmieden.

Vielleicht erhält es so neues Leben.

#Gelbification Now!

Soeben wurden auf Twitter erste Einzelheiten zum neuen Nikita-Projekt „Das Filmprojekt“ „#Gelbification – Leben an der Abbruchkante“ bekannt. Gut unterrichtete Kreise ließen verlautbaren, man sei „im Gespräch“ mit einem irischen Regisseur.

Der neue Neuer Deutscher Film

Vielleicht ist das der Beginn vom neuen Neuen Deutschen Film.

Wir machen einfach dort weiter, wo Fassbinder, Schlöndorff und Herzog aufgehört haben.

Natürlich steht dir heute kein Kinski für die Rolle des Wirtschaftsministers zu Verfügung, der die Aktion mit allen Mitteln zu verhindern sucht.

Die Termine für das Casting stehen (noch) nicht fest.

Eklat im #Kunstpuff

Der bekannte Blogger Quirin Poulsen äußerte sich auf Twitter über die Zertifizierung von Klaus K. „Ob ich diese Gabe so einfach annehmen kann?“. In einer ersten Stellungnahme dementierte das Komitee in Kontakt mit Poulsen zu stehen. „Wir sind kein Wunschkonzert und auch kein Ponyhof.“

Die Beurteilung erfolge anhand eines länderübergreifenden Kriterienkatalogs eine Förderung atomisierter Einzelaktivitäten sei weder beabsichtigt, noch prozessual vorgesehen. Man werde erst wieder zum ‚Business as usual‘ zurückkehren, wenn Missbrauch gänzlich ausgeschlossen werden könne.

Somit gelten weiterhin die offiziellen Regularien. Diesbezügliche Anträge können über das Portal interaktiv abgewickelt werden.