Der Seher

Du glaubst, das Leben ist eine Seifenoper?
Es ist ein Brei, zieht sich dahin wie Haferschleim.
Gemischt mit Wasser oder Milch.
Du willst sie auslöffeln, die Suppe
Oder willst es nicht,
wendest dich ab voll Abscheu,
Kannst es dir nicht aussuchen.
Kommen und gehen,
fließen und bleiben,
warten und nie wissen.

Die Gewissheit?
Trübe.

Was der Mensch sucht ist Glück, ist Lust, ist Leidenschaft
ist doch Verblendung allemal,

Wie sie umherirren, selbst- und siegessicher, wie sie einander
nichts gönnen können,
wie sie Diener sind ihrer Gier,
ihr Menschsein vergessen.

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