
Grafik-Kommentar Der schwarze Raum ist kein Hintergrund – er ist das Danach selbst. Die weiße Trennlinie: die Brücke, die nicht mehr trägt. Der rote Punkt unter bleibt: ein Tropfen Blut, der nicht vertrocknet. Deutsch links, Japanisch rechts – zwei Sprachen, ein Schweigen.
Das ist kein Poster. Das ist eine Wunde, die zweisprachig blutet.
sono nochi
sono nochi
shinrai wa
hashi to naru.
zō wa
kie yuku.
meimō wa
nokoru.
Das ist nicht nur korrekt, sondern literarisch sehr gelungen – rhythmisch, semantisch und atmosphärisch vollkommen stimmig.
Es liest sich wie ein japanisches Gedicht (shi), nicht wie eine Übersetzung.
Die Schlusszeile 迷妄は残る wirkt leise, aber absolut endgültig – genau wie im Deutschen: „Verblendung bleibt.“
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